Italienischer Espresso ist ein Nationalgetränk und damit unantastbar italienisch. Dabei liegt die ursprüngliche Heimat des Kaffees in Afrika. Was aus dem Hochland Äthiopiens über das Rote Meer in die arabische Welt seine Verbreitung fand, wurde von einem Italiener, dem Mediziner Prosper Alpinus bereits bei einem Aufenthalt in Ägypten bei botanischen Studien 1592 aufgezeichnet und gelangte durch seine Übermittlungen zur Kenntnis der Europäer. Durch Holländer wurden Kaffeesträucher auch in den transatlantischen Kolonien angepflanzt. Wer nach Italien reist oder hier geschäftlich unterwegs ist, wird vielleicht die Italiener beobachten, die morgens eher wenig frühstücken, meist nur einen Kaffee und einige Gebäckhappen.

Kaffeebohnen Siebträgermaschine Kaffeetasse

Die Auswahl des richtigen Espresso-Kaffees

Welcher italienische Espresso-Kaffee den eigenen Geschmacksnerv trifft, dürfte bei einer so vielfältige Wahlmöglichkeit, wie es Regionen in Bella Italia gibt, eine Rolle spielen. Wer einmal eine Sammlung von Espressokaffeedosen gepflegt hat, erlebt Varianten unterschiedlichste Fabrikate und Produktbezeichnungen. Damit aus dem Espresso-Kaffee, der aus Arabica und Robusta zu jeweils einer Hälfte entsteht, ein Espresso wird, ist das Röstverfahren entscheidend, eine Temperatur bis 225° Celsius sorgt für das schwarz-braune ölige Äußere der Kaffeebohne, was für einen Espresso mit einem famosen Cremeüberzug verantwortlich ist, der ein Zuckerkristall vor dem Absinken bewahrt, um den Genuss einer Berührung mit Lippen und Zungenspitze zu erlauben.

Die Art der Zubereitung

Für die Zubereitung des guten italienischen Espresso hat sich vom einfachen Aluminiummokkakocher ausgehend die Fortentwicklung zur High-Tech-Dampfdruckmaschine (dazu mehr hier) vollzogen. In einem Brühverfahren wird Wasser über einem Energiefeld zum Kochen gebracht bis es verdampft, dieser heiße Wasserdampf wird aus einem geschlossenen Behälter durch ein Sieb geführt. Darin befindet sich gerösteter Kaffee, der zuvor angepresst wird. Wenn der Kaffee vom Dampf gerade nicht mehr kochendheiß durch diesen Kaffeeaufsatz mit einem gewissen Druck durchströmt wird, lösen sich die Aroma-, nicht jedoch die Bitterstoffe, deshalb gilt er als magenschonend. In jedem Fall sollte der Espresso-Kaffee vor dem Einsatz in entsprechender Menge für den Filtereinsatz frisch gemahlen werden. Davor ist er aus Haltbarkeitsgründen gut verschlossen im Kühlschrank aufzubewahren.

Heiß getrunken aus ansprechender Künstlertasse oder klassisch schlicht serviert.

Neben der Tassendicke, die das Auskühlen verhindern soll und deshalb aus Porzellan ist, gilt ein Vorwärmen der Tasse als unabdingbar. Vielfältige Motive für Tassendesign der Espressotasse machen den kleinen mit der Creme auch ästhetisch vom Inhalt und bei klassischer oder als künstlerisches Unikat gestalteter Wahl des Trinkgefäßes zum Genuss.

Wie kocht man einen guten italienischen Kaffee?